Die technische Entwicklung geht auch nicht an der Gastronomie spurlos vorbei. Nicht zuletzt die Pandemie hat dafür gesorgt, dass viele Restaurants die Möglichkeiten der Online-Welt für Vernetzung, Lieferung und Abholung für sich entdeckt haben. Doch auch im Restaurant selbst kann die Digitalisierung Prozesse in Ausbildung und Service beschleunigen und Kunden einen erheblichen Mehrwert bieten. Augmented Reality in der Gastronomie revolutioniert die Branche.

Wie kann Augmented Reality die Gastronomie verändern?

Der Ablauf ist seit jeher der gleiche: Gäste kommen ins Restaurant, setzen sich an den Tisch und studieren die mehr oder weniger umfangreiche Speisekarte. Die Auswahl der Speisen wird ab und zu durch Bilder ergänzt, die aber eher wenig aussagekräftig sind und sich nur mit großem Aufwand updaten lassen. Wie groß ist die Portion in Wirklichkeit? Welche Zutaten sind auf dem Burger?

Mit Augmented Reality lassen sich Speisen und Getränke realitätsgetreu direkt auf den Tisch projizieren und von allen Seiten begutachten. Möglich wird dies durch AR-Technologie, die sich beispielsweise mit restauranteigenen Tablets, den Smartphones der Kunden oder (in der nahen Zukunft) mit AR-Brillen realisieren lässt. Erweiterte Realität bedeutet dabei, dass die physische Realität mithilfe der Smartphone-Kamera mit einer 3D-Darstellung des gewünschten Objekts überlagert oder ergänzt wird. Sehr hilfreich ist dies auch in Restaurants, die erklärungsbedürftige Speisen und Getränke mit ungewöhnlichen Bezeichnungen oder exotischen Zutaten anbieten. Vieles davon kann über die Bilddarstellung bereits beantwortet werden, ohne dass das Personal langwierig befragt werden muss.

Eine App muss nicht zwangsläufig installiert werden, um AR im Restaurant zu nutzen

Die Nutzung von Augmented Reality in der Gastronomie ist für Kunden sehr bequem und innovativ, wenn die Inhalte entsprechend gut programmiert sind. Es ist nicht einmal zwingend erforderlich, eine Restaurant-App zu installieren. Scannt der Gast einen QR-Code in der Speisekarte, kann das Smartphone das 3D-Objekt über die verknüpfte Internet-Anwendung direkt und in Echtzeit darstellen. Für andere Zwecke kann eine App allerdings sinnvoll sein, etwa wenn Stammgäste die Speisekarte bereits zuhause studieren möchten oder für Treueangebote registriert sind.

Augmented Reality Gastronomie

Augmented Reality Gastronomie

Für sogenannte Laufkundschaft ist aber die niedrigschwellige Anwendung per QR-Code oft sinnvoller. Die Restaurantkette Peter Pane arbeitet inzwischen recht erfolgreich mit dieser Technologie. Darüber hinaus können Instagram-Nutzer einen speziellen Peter Pane Filter anwenden, hinter dem sich ein kleines Videospiel versteckt. Dieses soll die Wartezeit (vor allem für Kinder) unterhaltsam verkürzen und bietet dem Unternehmen natürlich einen zusätzlichen Werbeeffekt.

Entertainment beim Warten aufs Essen

Für Restaurantbetreiber, die ihren Gästen zusätzliches Entertainment bieten möchten, lässt sich die Technik ebenfalls nutzen. Nicht nur für die Bespaßung von ungeduldigen Kindern, sondern auch für Erlebnisgastronomie wie etwa Quiz-Lokale, in denen der Ratespaß zum Geschäftskonzept gehört.

Außerdem kann durch Augmented Reality in der Gastronomie die Markenbindung erhöht werden, indem zum Beispiel wie im AR-Projekt Le Petit Chef von Skullmapping die Gäste von einem winzigen, virtuell erzeugten Koch auf dem eigenen Tisch unterhalten werden. Dieser zeigt, welche Zutaten verwendet wurden und mit welcher Sorgfalt das Personal in der Küche die Speisen zubereitet.

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Das Augmented Reality-Potenzial geht über Speisekarten hinaus

Der Einsatz von Augmented Reality in der Gastronomie hat nicht nur Vorteile bezüglich der Kundenerfahrung. Auch in der Küche und im Service lässt sich die Technologie gewinnbringend einsetzen. Wie in vielen anderen Branchen auch, profitieren alle Beteiligten durch Schulungen, die digitale Lösungen verwenden. Interaktive AR-Schulungen können Abläufe und Verfahrensweisen innerhalb des Restaurants schneller vermitteln und gegebenenfalls auch Optimierungsbedarf aufzeigen. So kann beispielsweise die Standardprozedur für das Belegen von Burgern nach Art des Hauses mittels künstlich erzeugter 3D-Objekte in der örtlichen Küche vermittelt werden, ohne dass dafür Unmengen an Testware vergeudet wird.

Theorie und Praxis lassen sich schneller miteinander in Einklang bringen und visuell besser vermitteln als über umständliche Erklärungen. Nebenbei kann der Einsatz von AR-Technologie für die Gastronomiebetriebe auch zu Kostensenkungen führen, weil weniger Personal benötigt wird bzw. die Arbeitszeit effektiver genutzt werden kann.